Ortsteil Badingen

Ortsvorsteher: Herr Claus-Dieter Wilksch (Die Linke)
Ortsbeirat: Frau Cordula Glasow (parteilos); Herr Norbert Schöttler (parteilos)
Bevölkerung: 539, davon 258 weiblich, 281 männlich (Stand 2011)
Ortsteile: Osterne
erste urkundliche Erwähnung: 1267
Dorftyp: Straßenangerdorf( Info)
Sehenswürdigkeiten:
  • Festes Haus 16. Jh. ( mehr...)
  • Evangelische Kirche: Feldsteinbau des 13. Jh., im 17 / 18. Jh. und 1907 verändert

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Historisches:
1267 erstmals erwähnt unter dem Namen "Badinghe" gelangte der Ort 1270 an das Bistum Brandenburg und war vom 13. bis zum 15. Jahrhundert im Besitz der Familie von Badingen auf Schloß Badingen.
Die seit dem 12. Jahrhundert in der Uckermark ansässigen Herren von Badingen bauten als Lehnsherren Badingen zu einem befestigten Rittersitz aus. Die Anlage - ein sogenanntes "Festes Haus" - wurde über die Jahrhunderte mehrfach verändert, hat aber viel vom ursprünglichen Charakter bewahrt. Älteste Zeugen sind insbesondere die Reste der Mauern und Türme der einst den ganzen Bereich umgebenden Wehranlagen. 1459 wird Badingen als „oppidum" (Städtchen) bezeichnet.

Im Jahre 1460 gelangte der Ort an Hans von Bredow auf Friesack und 1536 an den Kurfürsten, der es 1551 an die von Trott vermachte.
Der Brandenburgische Hofmarschall Adam von Trott erhob in der Reformationszeit nach 1540 Badingen zum Mittelpunkt einer größeren Herrschaft und baute das Feste Haus um. Im Jahre 1666 verstarb der letzte – in Badingen lebende – von Trott, George Friedrich von Trott. Er war unverheiratet und ohne Nachkommen. Mit dem Tod des wirklich letzten der Familie im Jahre 1727, Friedrich Wedige von Trott, der in Himmelpfort lebte und starb, ging Badingen zurück in den Besitz des Landes und wurde königliches Domänenamt. Von da an gab es nur noch Pächter. Die erhaltene Grundgestalt des Herrenhauses mit seinem starken Bruchmauerwerk geht auf die Zeit des Adam von Trott zurück. Besondere Beachtung verdienen ein zugesetzes korbbogiges Backsteinportal am hinteren Zugang und die kunstvollen Gewölbe über drei Erdgeschossräumen. Das Badinger Feste Haus ist eines der ältesten Renaissanceschlösser in Brandenburg.
Ein Stich von Merian aus dem Jahr 1652 ist die früheste uns bekannte bildliche Darstellung der Anlage. Das äußere Bild wurde in dieser Zeit von einem Renaissancedach mit Zwerchgiebel und Schornsteinen bestimmt. Im 19. Jahrhundert erhielt der Bau über dem 2. Geschoß ein hohes Satteldach mit Fledermausgauben. Geringfügig verändert sehen wir das Haus heute in dieser Gestalt. Das Badinger Feste Haus steht in einer Traditionslinie zu den wenig jüngeren Anlagen in Demerthin und Königs Wusterhausen und .
Nachdem 1727 der letzte Trott verstarb, ging Badingen in Besitz des Landes und wurde Domänenamt, das im 19. Jahrhundert mit dem Amt Zehdenick zusammengelegt wurde.
Das Herrenhaus diente nach dem Zweiten Weltkrieg Umsiedlern als Wohnung. Heute ist das "Feste Haus" im Besitz der Gemeinde und wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Die Kirche ist ein in ihrer ursprünglichen Gestalt erhaltener Feldsteinbau, der aus dem 13. Jahrhundert stammt und im 17./18. Jahrhundert und 1907 verändert wurde. Die Saalkirche mit quergelagertem Westturm und eingezogenem Chor diente der Familie von Trott als Begräbnisstätte, ein geschnitztes, mit Familienwappen verziertes Totenschild ist noch erhalten geblieben.

In den Räumen gibt es eine kleine Heimatstube, die nach Anmeldung besichtigt werden kann.

Zur Gemeinde Badingen gehören die Ortsteile Osterne und Hellberge.


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